Livestreaming vs. Produktfilm

Social Distancing hat mittlerweile die ganze Welt umspannt und zeigt auch seine Wirkung. Unternehmen haben ihren Workflow – soweit sie das können – auf Homeoffice umgestellt und die Server von Zoom und Co glühen rund um die Uhr. Messen wurden abgesagt bzw. auf Livestreaming umgestellt. Kurzum: die Menschheit hat sich den Umständen angepasst und vieles geht wieder einen geregelten Lauf. 

Als Filmproduktion liegt es uns natürlich am Herzen unsere Kunden, ob neu oder alt, weiter mit unserer Dienstleistung betreuen zu können. Und das ist natürlich auch trotz social Distancing kein Problem. Ton kann mit einer Tonangel abgegriffen werden und in der Regel muss man mit der Kamera auch nicht allzu nahe an Personen heran, um die passende Einstellung zu filmen. 

Sicherlich haben auch Sie schon einen der gefühlt tausenden Werbespots zum Thema Live Streaming gesehen. Live streaming wird einen wichtigen Teil in der Post-Social-Distancing Zeit einnehmen. Keine Frage! Gerade Messen werden im nächsten Jahr – unter Umständen sogar Jahren – rein auf Livestreaming zurückgreifen müssen, um weiter existieren zu können. Microsoft und Sony haben das am Anfang der Pandemie schon bewiesen, da sie die Präsentation ihrer neuen Spielekonsolen komplett im Stream vollzogen haben. Die NAB hat dieses Jahr auf eine reine “digital Experience” umgestellt. Allerdings scheint es so zu sein, dass die Hersteller wie Canon, Sony und Co ihre Produktpräsentationen zu einem anderen Zeitpunkt und einem anderen Weg veröffentlicht haben. Gerade am Beispiel der Canon C300 Mark III sieht man das Canon einen anderen Weg gewählt hat. Zwar veröffentlichten Sie die Kamera am 20.04, was noch in den Zeitraum der NAB passen würde, aber sie haben keinen Livestream gemacht sondern den Weg des Produktfilms gewählt.

Der Produktfilm hat einige Vorteile, die der Livestream nicht bieten kann und umgekehrt. Darauf möchten wir im folgenden weiter eingehen.

Was kann der Livestream Und was kann er nicht?

 

Livestreaming kann das Gefühl vom Dabeisein am Besten replizieren und sie bieten den Vorteil der Interaktion durch einen Chat, der live Fragen stellen kann oder live Feedback geben kann. Sie bieten einen direkten Bezug zu den Kunden und den Zuschauern, wie es kein anderes Medium kann.

Das sieht man besonders an den Beispielen von Twitch.tv. Dies ist die größte Livestreaming Plattform, welche in den letzten Jahren ein beispielloses Wachstum erlebt hat. Sie bietet hauptsächlich Streamern im Bereich Gaming eine Möglichkeit mit ihren Fans direkt zu interagieren. Nach und nach kommt durch Unternehmen, wie Rocketbeans, die einen 24/7 Onlinesender auf Twitch und YouTube aufgebaut haben, ein klassischer Sendebetrieb mit Live Chat zu Stande. 

Man sieht, wie erfolgreich das Prinzip Livestreaming ist vor allem daran, dass die Konkurrenz von Twitch nicht schläft. YouTube, Microsoft und Facebook bieten mittlerweile alle ein sehr ähnliches Prinzip. Dabei bauen sich alle im Grunde genommen um den einen Pfeiler: die direkte Interaktion mit den Zuschauern. 

Live hat selbstverständlich auch einen Nachteil: Die Unberechenbarkeit. Live muss alles zu 120% durchgeplant sein und selbst dann ist man immer noch dem Zufall ausgeliefert. Es fällt mal ein Licht aus, das man vorher gecheckt hat.

Man bekommt Interferenzen im Ton und weiß nicht woher. Man verspricht sich. Man vergisst seinen Text, oder weiß nicht wie man genau auf Fragen antworten will, auch wenn man das gerne möchte.

Und viele andere skurrile, unplanbare Dinge, die im Live Betrieb passieren können. Wer das nicht glaubt, oder meint man kann ja alles planen, kann sich ja gerne mal das schier unendliche Material an Fail Compilations aus verschiedensten Live Mitschnitten ansehen. 

Es wird etwas schief gehen – die Frage ist nur wann.

Wie bei den Oscars 2017, als LaLa Land als vermeintlicher Oscar Gewinner ausgerufen wurde – es aber wirklich Moonlight war. 

Und der Produktfilm

Im Gegensatz zum Livestreaming ist der Produktfilm ein von Anfang an durchgeplantes Produkt, das genauso ist, wie Sie es wollen. Was soll wann gesagt werden? Was soll wie betont werden, damit es die richtige Wirkung beim Kunden hat. Welches Bild soll zu welchem Wort gezeigt werden? Sie haben sich versprochen? Kein Problem! Setzen Sie am Satzanfang wieder an und den Rest machen wir im Schnitt.

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Der Produktfilm hat den großen Vorteil, dass man alles zur noch 20 mal machen kann, bis alles perfekt ist. Sie wollen ein bestimmtes Detail Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung hervorheben? Gar kein Problem. Wir haben verschiedene Möglichkeiten das zu zeigen und Sie können sich überlegen, welches die Richtige ist, um Ihr Ziel zu erreichen.Durch alle Möglichkeiten, die wir in der Produktions- und Post-Produktionskette haben können Sie zu Ihrem Produkt den Perfekten Film zusammenschneiden, sodass Sie den maximalen Return on Invest aus dem Produktfilm bekommen. 

Fazit

Ist der Produktfilm deswegen das bessere Medium? Nein. Es ist ein anderes Medium und der optimale Weg wird wahrscheinlich in einer Kombination aus beidem liegen. Einem Livestream mit Produktfilmen, ganz nach dem Vorbild einer Apple Keynote zum Beispiel:

Hier sieht man das Zusammenspiel von Produktfilmen und einer Live Präsentation in Perfektion. Eine live Präsentation auf aller höchstem Level, gepaart mit high-end Produktfilmen über die einzelnen Produkte. Alles baut aufeinander auf und ist perfekt ineinander verwoben. Am ende baut man noch eine Q&A Sektion ein und man hat alles getan, um zum Beispiel einen Messeauftritt zu ersetzen.